Adam Ries

Annaberg-Buchholz trägt die Bezeichnung Berg- und Adam-Ries-Stadt. So mancher zitiert: "das macht nach Adam Ries..." , um die Richtigkeit einer Rechnung zu bekräftigen. Die wenigsten bringen aber den Namen des bedeutenden Rechenmeisters mit Annaberg-Buchholz in Verbindung, obwohl er über drei Jahrzehnte hier gelebt und gearbeitet hat.
Die Blüte des Silberbergbaus ging mit einem rasanten Aufschwung in Wissenschaft und Kunst einher, welche viele Spuren hinterließen.
Unter den zahlreichen Spezialisten, die der Bergbau nach Annaberg lockte, war 1523 auch Adam Ries. In Staffelstein (Franken) geboren, kam er über Erfurt nach Annaberg. Zu diesem Zeitpunkt war er schon ein bekannter Rechenmeister. Während seiner Erfurter Zeit hatte er begonnen, Rechenbücher zu publizieren. Für sein Werk "Rechnung auff der Linien vnd federn. .,, sind mittlerweile 120 Auflagen nachgewiesen.

Im Annaberger Raum bekleidete er mehrere Ämter, u.a. als Gegenschreiber.
Seine eigentliche Bedeutung erlangte er durch sein Wirken für die allgemeine Verbreitung der Rechenkunst. Im jetzigen Adam-Ries-Museum richtete er eine Rechenschule ein. Damit half er wesentlich, ,,dem gemeynen man" die Rechenkunst zu erschließen. An das Wirken dieser bekannten Persönlichkeit erinnert eine Büste des Bildhauers Robert Henze, die sich an der Trinitatiskirche befindet.
Die Originalhandschrift der Coß von Adam Ries, ein Meisterwerk der Algebra, wird im Erzgebirgsmuseum aufbewahrt. Die Qualität seiner Rechenbücher machten ihn weit über seinen Tod ( 1559 ) hinaus im ganzen Land bekannt.

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